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Literaturvermittlung, Literaturzeitschriften, Feuilleton

  • Michael Pilz

摘要

Sowohl Literatur- und Kulturzeitschriften als auch die Feuilletons der Tages- und Wochenpresse können als genuine Orte der Literaturvermittlung betrachtet werden, an denen sich die Möglichkeiten einer medialen Distribution literarischer Texte mit solchen ihrer professionalisierten Rezeption in Form der Literaturkritik verschränken. Beide Medien formieren Kontaktzonen zwischen den Feldern des Journalismus und der Literatur und fungieren damit als Generatoren interdiskursiver Vermittlungs- und Austauschprozesse. Im Anschluss an neuere Ergebnisse der literaturwissenschaftlichen Zeitschriftenforschung ist dabei von einem „triangulären Verhältnis“ der Printmedien Zeitung, Zeitschrift und Buch auszugehen, das sich zwar in enger Abhängigkeit von den jeweiligen medientechnischen Entwicklungen einer Epoche immer wieder neu austariert (vgl. Frank/Podewski/Scherer 2009), zugleich aber auch auf eine funktionale Grunddifferenzierung verweist, die im Wesentlichen schon Thomas Dietzel und Hans-Otto Hügel ausformulierten: „Zeitungen sind die Chronisten der Zeitereignisse, Zeitschriften sind die Labors und Werkstätten des Geistes einer Zeit und im Buch wird deren Summe gezogen“ (Dietzel/Hügel 1988, 7).