Familien und Generationen
摘要
Der Erste Weltkrieg hinterließ nicht nur eine zerstörte Weltordnung, sondern stellte auch das bisherige Familienleben und den Generationenzusammenhalt grundsätzlich infrage. Die Zahlen, die für die demographische Entwicklung in der Weimarer Republik vorliegen, belegen diesen Erosionsprozess. Hatte das Kaiserreich von 1871 bis 1914 eine expansive Bevölkerungsausweitung zu verzeichnen, wurde dieses dynamische Wachstum durch den Ersten Weltkrieg einschneidend verändert. Dabei kam es zu einer mentalitätshistorischen Spaltung innerhalb der ‚Kriegsgeneration‘ zwischen der älteren und jüngeren Autorschaft, wie es sich im literarischen Feld in einem Aufbruchsgeist gegen eine überholte Autorität der ‚Väter‘ widerspiegelte.