Feministischer Diskurs
摘要
„Furcht ist das Wesen der liberalen Geisteshaltung, die unzertrennliche und (sexistisch ausgedrückt) nörgelnde Gefährtin jener scheinbar grenzenlosen Zuversicht, mit der liberale Philosophen ihre Welt veränderten“, schreibt 1991 Anne Phillips (1995, 47), die wichtigste zeitgenössische feministische Demokratietheoretikerin, und sie geht sogar noch weiter und wirft John Stuart Mill Schizophrenie und Ängste vor. Mills Unterstützung für das Frauenwahlrecht kollidiere mit seiner Furcht vor allzu mächtigen Regierungen (vgl. Phillips 1995, 46–47). Damit äußert sich ausgerechnet jene Denkerin deutlich distanziert gegenüber dem liberalen Konzept, die im Gegensatz zu vielen anderen Theoretiker:innen der vergangenen anderthalb Jahrhunderte starke Bedenken gegenüber klassisch (radikal-)feministischen Topoi hegt.