Christoph Schlingensief bezieht sich in seinen Filmen, Aktionen, Theaterarbeiten, Installationen und Texten auf Ausdrucksformen, Programme und ästhetische Strategien der historischen Avantgarde von Dadaismus, Surrealismus, Readymade bis zum Absoluten Film. Zugleich grenzt er sich durch Rekontextualisierung der mittels Zitat, Anspielung, Anleihe und Reenactment aufgerufenen Avantgardetraditionen in seinen experimentellen Aktionen von jenen ab und erzwingt eine Neuverhandlung dessen, wie Politik, Kunst und Alltagsleben nach Faschismus, Berliner Republik und 9/11 unter-, zwischen- und miteinander zu denken seien (s. Kap. 48). Besonders explizite und prominente Bezüge in den Werktiteln finden sich zum Surrealismus, v. a. zu André BretonBreton, André (u. a. Zweites Surrealistisches Manifest von André Breton im Rahmen des Zweiten Praterspektakels 1996, s. Kap. 12; Manifest 1988 Die verbrecherische Lust einen Film zu machen) und Dadaismus (2002 Erster Attaistischer Kongress; 2009 Mea Culpa.

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Frühe Avantgarde

  • Sarah Pogoda

摘要

Christoph Schlingensief bezieht sich in seinen Filmen, Aktionen, Theaterarbeiten, Installationen und Texten auf Ausdrucksformen, Programme und ästhetische Strategien der historischen Avantgarde von Dadaismus, Surrealismus, Readymade bis zum Absoluten Film. Zugleich grenzt er sich durch Rekontextualisierung der mittels Zitat, Anspielung, Anleihe und Reenactment aufgerufenen Avantgardetraditionen in seinen experimentellen Aktionen von jenen ab und erzwingt eine Neuverhandlung dessen, wie Politik, Kunst und Alltagsleben nach Faschismus, Berliner Republik und 9/11 unter-, zwischen- und miteinander zu denken seien (s. Kap. 48). Besonders explizite und prominente Bezüge in den Werktiteln finden sich zum Surrealismus, v. a. zu André BretonBreton, André (u. a. Zweites Surrealistisches Manifest von André Breton im Rahmen des Zweiten Praterspektakels 1996, s. Kap. 12; Manifest 1988 Die verbrecherische Lust einen Film zu machen) und Dadaismus (2002 Erster Attaistischer Kongress; 2009 Mea Culpa.