Hörspiele
摘要
„Hören soll stören!“ Mit diesem wiederholten Ausruf in seiner Preisrede zur Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden (Schlingensief 2003) überträgt Christoph Schlingensief die aus seinen Filmen, Theateraktionen und Kunstperformances bekannte „Poetik der Störung, der Überforderung und der Peinlichkeit“ (Deutsch-Schreiner/Pewny 2011, 241) auf das Hörspiel. Innerhalb von fünf Jahren produzierte Schlingensief die drei großen Hörspiele Rocky Dutschke ʼ68 (WDR 1997), Lager ohne Grenzen (WDR/DLR 1999) und Rosebud (WDR 2002), die alle drei preisgekrönt sind, und zwei kürzere Hörstücke. Von der Hörspielkritik wurden sie gewürdigt (vgl. z. B. Meißner 1997; 1999).