Philosophie
摘要
‚Design-Philosophie‘ ist ein relativ junger Terminus (vgl. Galle 2002, 211), seine Bedeutung schwankend, das von ihm adressierte Feld unbestimmt. Zudem steht der Begriff in Konkurrenz zu alternativen Ausdrücken wie ‚Designwissenschaft‘, ‚Designtheorie‘ und ‚Design-Denken‘ (vgl. Parsons 2016, 1 f.; Ruf 2015). Während sich die Designwissenschaft vorwiegend mit Theorien der Gestaltung sowie der Differenz von Kunst und Design beschäftigt, beschreiben Designtheorien Diskurspositionen, wie sie zumeist implizit von Praktikern vertreten werden, wohingegen das Design-Denken (bzw. design thinking) eine kollektive Methode des Designs beschreibt, die sich interdisziplinärer Problemlösungsstrategien bedient. Alle drei können Teil einer Design-Philosophie sein, die wiederum weniger eine Philosophie für Designer darstellt (vgl. Arnold 2016) als vielmehr eine Grundlagendisziplin, die danach fragt, was Design ‚ausmacht‘ oder ‚leistet‘ und welche Grundideen ihm zugrunde liegen. Ferner gehören zu designphilosophischen Fragen auch Untersuchungen zur Ästhetik und deren Beziehung zur Wissensproduktion sowie zur Normativität der ‚guten Form‘ und Ähnliches. Klar ist damit, dass, so Per Galle (2002, 212), eine wesentliche Eigenschaft von Design-Philosophie sein muss, „cross-disciplinary“ zu verfahren und zwischen Praktikern, Theoretikern und Lehrenden zu vermitteln.