Neutraler Monismus
摘要
Die Frage nach dem Verhältnis von Mentalem und Materiellem lässt sich allgemein verstehen als Frage danach, was als grundlegend in dieser Dualität angenommen wird. Die klassischen Antworten umfassen dabei verschiedene Formen des ‚Entweder-Oder‘ (Materialismus oder Idealismus) und des ‚Sowohl-als-Auch‘ (z. B. Dualismus). Die logisch mögliche dritte Option eines ‚Weder-Noch‘ ist dagegen die Position des Neutralen Monismus. Ihm zufolge ist weder Materielles noch Mentales, sondern ein Drittes, das weder als eindeutig materiell noch als eindeutig mental bestimmt ist, explikativ und/oder ontologisch primär. Im Kern des in diesem Eintrag verhandelten Neutralen Monismus steht also der Versuch, den Gegensatz zwischen Mentalem und Materiellem durch Rückführung von beidem auf ein Drittes, eine neutrale Basis, zu überwinden. Der Neutrale Monismus wird im Beitrag historisch anhand seiner Hauptvertreter (Ernst Mach, William James, Bertrand Russell) und systematisch anhand zentraler Problem- und Fragestellungen skizziert.