Der Aufstand von 2011 schuf eine revolutionäre Atmosphäre, in der die Menschen nach sozialen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen strebten. Die Revolution entfachte öffentliche Diskurse und Debatten über zahlreiche soziale und religiöse Praktiken in Ägypten. In diesen Debatten tauchten das Tragen des Schleiers und weibliche Kleidungsstile erneut als kontroverses Thema unter Feministinnen, Konservativen, Intellektuellen und Politikern auf. Dieses Kapitel erörtert das Dilemma revolutionärer junger Ägypterinnen in einer konservativen Klassengesellschaft, die vollständig in die Konsumkultur integriert ist. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie sich verändernde Medientypen das soziale Verhalten und die Werte von Frauen beeinflussen und vielfältige Verhaltensweisen und Einstellungen zu Kleidungsstilen und Religionsausübung fördern. Diese unterschiedlichen Einstellungen und Verhaltensweisen (i) bieten die Aussicht auf die Etablierung einer egalitäreren Gesellschaft, (ii) fordern den Status quo heraus und kollidieren mitunter mit ihm sowie mit der orientalistisch geprägten Darstellung nicht-westlicher muslimischer Kultur als inhärent statische Kultur, und (iii) vermitteln eine Kritik an den Grenzen der etablierten ModetheorieModetheorie bei der Analyse der Integration muslimischer Frauen in die moderne Konsum- und Modekultur.

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Revolution, Körper ägyptischer Frauen und Repräsentation jenseits traditioneller Medien

  • Amany Abdelrazek-Alsiefy

摘要

Der Aufstand von 2011 schuf eine revolutionäre Atmosphäre, in der die Menschen nach sozialen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen strebten. Die Revolution entfachte öffentliche Diskurse und Debatten über zahlreiche soziale und religiöse Praktiken in Ägypten. In diesen Debatten tauchten das Tragen des Schleiers und weibliche Kleidungsstile erneut als kontroverses Thema unter Feministinnen, Konservativen, Intellektuellen und Politikern auf. Dieses Kapitel erörtert das Dilemma revolutionärer junger Ägypterinnen in einer konservativen Klassengesellschaft, die vollständig in die Konsumkultur integriert ist. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie sich verändernde Medientypen das soziale Verhalten und die Werte von Frauen beeinflussen und vielfältige Verhaltensweisen und Einstellungen zu Kleidungsstilen und Religionsausübung fördern. Diese unterschiedlichen Einstellungen und Verhaltensweisen (i) bieten die Aussicht auf die Etablierung einer egalitäreren Gesellschaft, (ii) fordern den Status quo heraus und kollidieren mitunter mit ihm sowie mit der orientalistisch geprägten Darstellung nicht-westlicher muslimischer Kultur als inhärent statische Kultur, und (iii) vermitteln eine Kritik an den Grenzen der etablierten ModetheorieModetheorie bei der Analyse der Integration muslimischer Frauen in die moderne Konsum- und Modekultur.