Dieses Kapitel baut auf dem vorherigen auf und untersucht alternative mnemonische Räume jenseits der Nation. Da nationale Identitäten die diasporische Zugehörigkeitspolitik britisch-bangladeschischer Frauen sowie ihre Erinnerungspraktiken nicht vollständig erfassen, greifen sie häufig auf hyperlokale und regionale Identifikationsrahmen zurück. Britisch-bangladeschische Frauen bewegen sich also aktiv durch verschiedene komplementäre, sich überschneidende und konkurrierende mnemonische Räumlichkeiten, die mit ihren Geschlechter-, Klassen- und Religionsidentitäten sowie ihrer Migrationsgeschichte verflochten sind. Mit einem genaueren Blick auf das bengalische Dorf – ein Motiv, das die Tänzerinnen nutzen, um Vorstellungen von hyperlokaler, regionaler und transnationaler Zugehörigkeit zu konstruieren und zu verkörpern – diskutiert dieses Kapitel, wie britisch-bangladeschische Frauen sylhetische, bengalische und sogar indische Identitäten in ihrer verkörperten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hervorrufen können. Ihre Körper spielen dabei eine wichtige, mitunter aber auch gefährliche Rolle, indem sie es ihnen ermöglichen, Vergangenheit und Zugehörigkeit in der diasporischen Gegenwart greifbar zu machen und sich mit gefundenen Solidaritäten, aber auch mit Spaltungen auseinanderzusetzen.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Transnationalisierung und Regionalisierung mnemonischer Zugehörigkeit

  • Julia Giese

摘要

Dieses Kapitel baut auf dem vorherigen auf und untersucht alternative mnemonische Räume jenseits der Nation. Da nationale Identitäten die diasporische Zugehörigkeitspolitik britisch-bangladeschischer Frauen sowie ihre Erinnerungspraktiken nicht vollständig erfassen, greifen sie häufig auf hyperlokale und regionale Identifikationsrahmen zurück. Britisch-bangladeschische Frauen bewegen sich also aktiv durch verschiedene komplementäre, sich überschneidende und konkurrierende mnemonische Räumlichkeiten, die mit ihren Geschlechter-, Klassen- und Religionsidentitäten sowie ihrer Migrationsgeschichte verflochten sind. Mit einem genaueren Blick auf das bengalische Dorf – ein Motiv, das die Tänzerinnen nutzen, um Vorstellungen von hyperlokaler, regionaler und transnationaler Zugehörigkeit zu konstruieren und zu verkörpern – diskutiert dieses Kapitel, wie britisch-bangladeschische Frauen sylhetische, bengalische und sogar indische Identitäten in ihrer verkörperten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hervorrufen können. Ihre Körper spielen dabei eine wichtige, mitunter aber auch gefährliche Rolle, indem sie es ihnen ermöglichen, Vergangenheit und Zugehörigkeit in der diasporischen Gegenwart greifbar zu machen und sich mit gefundenen Solidaritäten, aber auch mit Spaltungen auseinanderzusetzen.