Dieses Kapitel analysiert, wie die Angst vor „moralischem Pech“ die Entscheidung, riskantes Spiel zu erlauben, erschweren kann. Moralischer Zufall ist ein paradoxes Konzept. Einerseits scheint es vernünftig, dass moralisches Lob und Kritik nur das beurteilen sollten, was Menschen kontrollieren können. Andererseits tendieren moralische Urteile dazu, vom Resultat eines Ereignisses gefärbt zu sein. Faktoren, die außerhalb der Kontrolle des Handelnden liegen und eine entscheidende Rolle gespielt haben, bleiben außen vor. LehrerInnen und andere Entscheidungsträger sind daher oft zurückhaltend und tendieren zur Vorsicht. Denn sie haben Angst, für Verletzungen verantwortlich gemacht zu werden, und zwar selbst dann, wenn das Risiko, das sie den Kindern ermöglicht haben, angemessen war. LeiterInnen von Schulen und Kindergärten können diese Angst lindern, indem sie ihren Mitarbeitenden in solchen Situationen moralischen Schutz bieten.

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Moralischer Zufall

  • Øyvind Kvalnes,
  • Ellen Beate Hansen Sandseter

摘要

Dieses Kapitel analysiert, wie die Angst vor „moralischem Pech“ die Entscheidung, riskantes Spiel zu erlauben, erschweren kann. Moralischer Zufall ist ein paradoxes Konzept. Einerseits scheint es vernünftig, dass moralisches Lob und Kritik nur das beurteilen sollten, was Menschen kontrollieren können. Andererseits tendieren moralische Urteile dazu, vom Resultat eines Ereignisses gefärbt zu sein. Faktoren, die außerhalb der Kontrolle des Handelnden liegen und eine entscheidende Rolle gespielt haben, bleiben außen vor. LehrerInnen und andere Entscheidungsträger sind daher oft zurückhaltend und tendieren zur Vorsicht. Denn sie haben Angst, für Verletzungen verantwortlich gemacht zu werden, und zwar selbst dann, wenn das Risiko, das sie den Kindern ermöglicht haben, angemessen war. LeiterInnen von Schulen und Kindergärten können diese Angst lindern, indem sie ihren Mitarbeitenden in solchen Situationen moralischen Schutz bieten.