Die Frage der Führung steht im Zentrum jeder politischen Ordnung. So stellt Karl Popper in einer verschlungenen, aber faszinierenden esoterischen Analyse in Die offene Gesellschaft und ihre Feinde die grundlegende Frage: „Wer soll den Staat regieren?“ Er zitiert unmittelbar Platons zeitlose These, dass Könige, die fähig sind, wie Philosophen zu denken, herrschen müssen, ohne jedoch Platons Argument unwidersprochen zu lassen. Popper stellt Platons Sichtweise offen infrage, indem er sich darauf konzentriert, wie eine solche Entwicklung verwirklicht werden kann. Er befürchtet, dass eine derart ausgeprägte Elitenherrschaft die kollektiven Reflexe der politischen Gemeinschaft schädigen könnte. Poppers Ansatz erzeugt einen spannenden Widerhall. Angenommen, das Streben nach Macht verwandelt Menschen in wilde Wölfe, „homo homini lupus est“, wie das bekannte lateinische Sprichwort besagt, dann ist der Aufstieg der Könige zum Niveau der Philosophen eine nahezu unmögliche Aufgabe. Dennoch beschäftigt sich Platon nicht mit dem Prozess des Machtaufstiegs, sondern mit den geistigen Eigenschaften, die eine Führungspersönlichkeit entwickeln muss, um zu führen. Wenn Führung lediglich das Ergebnis eines politischen Prozesses ist, der den Antagonismus zwischen verschiedenen Konkurrenten beinhaltet, muss die Analyse auf die gesellschaftlichen und institutionellen Mechanismen eines Staates konzentriert werden, um die ununterbrochene Ausübung von Macht innerhalb seines souveränen Rahmens zu gewährleisten. Diese Art der Analyse beschäftigt sich vor allem mit der Methodik, mit der jemand innerhalb eines Staates Macht erlangt. Sie betrifft somit das alltägliche Management eines Staates. Wenn jedoch Führung mit dem Grad des Erfolgs verbunden ist, für den das Staatsoberhaupt bei der effektiven täglichen Führung des Staates verantwortlich ist, dann rückt die Diskussion in den Kern der Analyse dieses Kapitels, nämlich der smarten Führung.

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Smarte Führung: Fallstudien Mohamed bin Zayed Al Nahyan und Hamdan bin Mohammed Al Maktoum

  • Spyridon N. Litsas

摘要

Die Frage der Führung steht im Zentrum jeder politischen Ordnung. So stellt Karl Popper in einer verschlungenen, aber faszinierenden esoterischen Analyse in Die offene Gesellschaft und ihre Feinde die grundlegende Frage: „Wer soll den Staat regieren?“ Er zitiert unmittelbar Platons zeitlose These, dass Könige, die fähig sind, wie Philosophen zu denken, herrschen müssen, ohne jedoch Platons Argument unwidersprochen zu lassen. Popper stellt Platons Sichtweise offen infrage, indem er sich darauf konzentriert, wie eine solche Entwicklung verwirklicht werden kann. Er befürchtet, dass eine derart ausgeprägte Elitenherrschaft die kollektiven Reflexe der politischen Gemeinschaft schädigen könnte. Poppers Ansatz erzeugt einen spannenden Widerhall. Angenommen, das Streben nach Macht verwandelt Menschen in wilde Wölfe, „homo homini lupus est“, wie das bekannte lateinische Sprichwort besagt, dann ist der Aufstieg der Könige zum Niveau der Philosophen eine nahezu unmögliche Aufgabe. Dennoch beschäftigt sich Platon nicht mit dem Prozess des Machtaufstiegs, sondern mit den geistigen Eigenschaften, die eine Führungspersönlichkeit entwickeln muss, um zu führen. Wenn Führung lediglich das Ergebnis eines politischen Prozesses ist, der den Antagonismus zwischen verschiedenen Konkurrenten beinhaltet, muss die Analyse auf die gesellschaftlichen und institutionellen Mechanismen eines Staates konzentriert werden, um die ununterbrochene Ausübung von Macht innerhalb seines souveränen Rahmens zu gewährleisten. Diese Art der Analyse beschäftigt sich vor allem mit der Methodik, mit der jemand innerhalb eines Staates Macht erlangt. Sie betrifft somit das alltägliche Management eines Staates. Wenn jedoch Führung mit dem Grad des Erfolgs verbunden ist, für den das Staatsoberhaupt bei der effektiven täglichen Führung des Staates verantwortlich ist, dann rückt die Diskussion in den Kern der Analyse dieses Kapitels, nämlich der smarten Führung.