Die Vena femoralis ist ein häufig genutzter Zugang für zentrale Venenkatheter und wird aufgrund ihrer anatomisch konstanten Lage mit nur geringen Variationen bevorzugt. Häufig besteht eine Seitendominanz; daher wird das Rapid Femoral Vein Assessment (RaFeVA) während der präprozeduralen Evaluation empfohlen. Ultraschallgesteuerte Punktionstechniken können entweder in der Längsachse (LAX) oder in der Kurzachse (SAX) durchgeführt werden. In diesem Kapitel zeige ich die Punktion in LAX-Ansicht unter Verwendung des ultraschallgesteuerten dynamischen Nadeltrackings (DNT), um eine Echtzeitführung des intravenösen Katheters (24 G) bis zur erfolgreichen Venenkanülierung zu ermöglichen. Bei Neugeborenen, bedingt durch die kürzere Gefäßlänge, sind Punktionen der Vena femoralis häufig mit der Vena iliaca verbunden, die sich mit anatomischen Landmarken nicht darstellen lässt. Dieses Kapitel zeigt jedoch, wie die Vena iliaca, die oberhalb des Femurkopfes liegt, mittels Ultraschall perfekt visualisiert werden kann, wobei der Venenkatheter bis zu diesem Gefäß, also oberhalb des Leistenbandes, vorgeschoben wird. Die größte Herausforderung dieser Technik besteht in der exakten Ausrichtung der Insertionsnadel mit dem Schallbereich des Schallkopfes. In dieser Altersgruppe ist die mediale Lage der Vene zur Arterie nahezu nicht wahrnehmbar, insbesondere bei Frühgeborenen, bei denen die Gefäßdurchmesser weniger als 0,2 cm betragen. Kompressionsmanöver und die anatomische Unterscheidung der Arterie, die sich distal in Arteria femoralis superficialis und Arteria femoralis profunda aufteilt, sowie die Vena saphena, die in die Vena femoralis einmündet, können die notwendigen Hinweise liefern, um die Vena femoralis oder Vena iliaca von den jeweiligen Arterien zu unterscheiden.

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Linke Vena femoralis/iliaca bei Neugeborenen

  • Fernando Montes-Tapia

摘要

Die Vena femoralis ist ein häufig genutzter Zugang für zentrale Venenkatheter und wird aufgrund ihrer anatomisch konstanten Lage mit nur geringen Variationen bevorzugt. Häufig besteht eine Seitendominanz; daher wird das Rapid Femoral Vein Assessment (RaFeVA) während der präprozeduralen Evaluation empfohlen. Ultraschallgesteuerte Punktionstechniken können entweder in der Längsachse (LAX) oder in der Kurzachse (SAX) durchgeführt werden. In diesem Kapitel zeige ich die Punktion in LAX-Ansicht unter Verwendung des ultraschallgesteuerten dynamischen Nadeltrackings (DNT), um eine Echtzeitführung des intravenösen Katheters (24 G) bis zur erfolgreichen Venenkanülierung zu ermöglichen. Bei Neugeborenen, bedingt durch die kürzere Gefäßlänge, sind Punktionen der Vena femoralis häufig mit der Vena iliaca verbunden, die sich mit anatomischen Landmarken nicht darstellen lässt. Dieses Kapitel zeigt jedoch, wie die Vena iliaca, die oberhalb des Femurkopfes liegt, mittels Ultraschall perfekt visualisiert werden kann, wobei der Venenkatheter bis zu diesem Gefäß, also oberhalb des Leistenbandes, vorgeschoben wird. Die größte Herausforderung dieser Technik besteht in der exakten Ausrichtung der Insertionsnadel mit dem Schallbereich des Schallkopfes. In dieser Altersgruppe ist die mediale Lage der Vene zur Arterie nahezu nicht wahrnehmbar, insbesondere bei Frühgeborenen, bei denen die Gefäßdurchmesser weniger als 0,2 cm betragen. Kompressionsmanöver und die anatomische Unterscheidung der Arterie, die sich distal in Arteria femoralis superficialis und Arteria femoralis profunda aufteilt, sowie die Vena saphena, die in die Vena femoralis einmündet, können die notwendigen Hinweise liefern, um die Vena femoralis oder Vena iliaca von den jeweiligen Arterien zu unterscheiden.