Dieses Kapitel bietet eine eingehende Analyse der Komplexitäten und Problematiken des russisch-ukrainischen Krieges, wobei besonderes Augenmerk auf die Vorläufer des russisch-ukrainischen Krieges gelegt wird. Dazu zählen das Budapester Memorandum von 1994 und seine Bedeutung für die ukrainischen Sicherheitsgarantien, die NATO-Erklärung des Bukarester Gipfels 2008 mit dem Hinweis auf eine mögliche ukrainische Mitgliedschaft, das 2014 ratifizierte Minsker Abkommen I als entscheidender Faktor in den internationalen Bemühungen zur Lösung des langanhaltenden Konflikts in der Ostukraine sowie das 2015 unterzeichnete Minsker Abkommen II und dessen Auswirkungen auf die Souveränität der Ukraine. Auf Grundlage einer Analyse des genannten Memorandums, der Abkommen und der Erklärung wird das politische Scheitern von Minsk I und II postuliert. In diesem Zusammenhang wird die Begründung der russischen Regierung für die angestrebte Entnazifizierung und Entmilitarisierung, die zu einem Stellvertreterkrieg und zur Gegenoffensive der Ukraine führte, kritisch untersucht. Es wird gezeigt, dass Ersteres als Chiffre für einen Regimewechsel und Letzteres als Chiffre für die Verhinderung einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine zu verstehen ist. Abschließend werden in diesem Kapitel Friedenspläne und deren Scheitern diskutiert.

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Politische Komplexitäten und Problematiken des Russisch-Ukrainischen Krieges

  • Viktor Jakupec

摘要

Dieses Kapitel bietet eine eingehende Analyse der Komplexitäten und Problematiken des russisch-ukrainischen Krieges, wobei besonderes Augenmerk auf die Vorläufer des russisch-ukrainischen Krieges gelegt wird. Dazu zählen das Budapester Memorandum von 1994 und seine Bedeutung für die ukrainischen Sicherheitsgarantien, die NATO-Erklärung des Bukarester Gipfels 2008 mit dem Hinweis auf eine mögliche ukrainische Mitgliedschaft, das 2014 ratifizierte Minsker Abkommen I als entscheidender Faktor in den internationalen Bemühungen zur Lösung des langanhaltenden Konflikts in der Ostukraine sowie das 2015 unterzeichnete Minsker Abkommen II und dessen Auswirkungen auf die Souveränität der Ukraine. Auf Grundlage einer Analyse des genannten Memorandums, der Abkommen und der Erklärung wird das politische Scheitern von Minsk I und II postuliert. In diesem Zusammenhang wird die Begründung der russischen Regierung für die angestrebte Entnazifizierung und Entmilitarisierung, die zu einem Stellvertreterkrieg und zur Gegenoffensive der Ukraine führte, kritisch untersucht. Es wird gezeigt, dass Ersteres als Chiffre für einen Regimewechsel und Letzteres als Chiffre für die Verhinderung einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine zu verstehen ist. Abschließend werden in diesem Kapitel Friedenspläne und deren Scheitern diskutiert.