Dieses Kapitel beschreibt die Vielfalt der Ökosystem-Archetypen. Die fünf relevantesten Ökosystemtypen werden vorgestellt und anhand von Beispielen veranschaulicht: Geschäftsökosysteme, Innovationsökosysteme, Plattformökosysteme, unternehmerische Ökosysteme und Wissensökosysteme. Überschneidungen und abgrenzende Faktoren zu anderen Formen der interorganisationalen Wertschöpfung, wie Allianzen, Netzwerken und regionalen Clustern, werden diskutiert. Das Kapitel besteht aus einem eigenen Abschnitt für jeden dieser Ökosystemtypen. Es wird aufgezeigt, wie neben der Modularität insbesondere die multilaterale Ausrichtung und die gemeinsame Wertschöpfung Geschäftsökosysteme von Allianzen und Netzwerken unterscheiden. Der Abschnitt zu Innovationsökosystemen skizziert die potenziellen Rollen etablierter Unternehmen und neuer Marktteilnehmer bei der Orchestrierung von Innovationsökosystemen und geht auf Herausforderungen für etablierte Unternehmen, wie das „Hai-Dilemma“, sowie für Ökosystem-Natives (d. h. neue Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle auf Ökosystemaktivitäten aufbauen) ein. Zudem wird die Rolle von Innovationsintermediären bei der Katalyse von Innovationsökosystemen vorgestellt. Der folgende Abschnitt präsentiert Plattformökosysteme und grenzt sie von reinen (internen Produkt-, Lieferketten- und mehrseitigen Markt-)Plattformen ab. Im nächsten Abschnitt werden unternehmerische und Wissensökosysteme erläutert, die häufig die Grundlage für Innovations- oder Geschäftsökosysteme bilden und eine größere Vielfalt an Akteuren umfassen. Abschließend stellt dieses Kapitel den Ecosystem Navigator vor, ein Instrument, das Entscheidungsträger durch diesen Dschungel interorganisationaler Beziehungen führt und ihnen hilft, die am besten geeignete Form der Wertschöpfungsausgestaltung auszuwählen.

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Ökosystem-Archetypen

  • Markus Kreutzer,
  • Erwin Hettich,
  • Pia Kerstin Neudert

摘要

Dieses Kapitel beschreibt die Vielfalt der Ökosystem-Archetypen. Die fünf relevantesten Ökosystemtypen werden vorgestellt und anhand von Beispielen veranschaulicht: Geschäftsökosysteme, Innovationsökosysteme, Plattformökosysteme, unternehmerische Ökosysteme und Wissensökosysteme. Überschneidungen und abgrenzende Faktoren zu anderen Formen der interorganisationalen Wertschöpfung, wie Allianzen, Netzwerken und regionalen Clustern, werden diskutiert. Das Kapitel besteht aus einem eigenen Abschnitt für jeden dieser Ökosystemtypen. Es wird aufgezeigt, wie neben der Modularität insbesondere die multilaterale Ausrichtung und die gemeinsame Wertschöpfung Geschäftsökosysteme von Allianzen und Netzwerken unterscheiden. Der Abschnitt zu Innovationsökosystemen skizziert die potenziellen Rollen etablierter Unternehmen und neuer Marktteilnehmer bei der Orchestrierung von Innovationsökosystemen und geht auf Herausforderungen für etablierte Unternehmen, wie das „Hai-Dilemma“, sowie für Ökosystem-Natives (d. h. neue Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle auf Ökosystemaktivitäten aufbauen) ein. Zudem wird die Rolle von Innovationsintermediären bei der Katalyse von Innovationsökosystemen vorgestellt. Der folgende Abschnitt präsentiert Plattformökosysteme und grenzt sie von reinen (internen Produkt-, Lieferketten- und mehrseitigen Markt-)Plattformen ab. Im nächsten Abschnitt werden unternehmerische und Wissensökosysteme erläutert, die häufig die Grundlage für Innovations- oder Geschäftsökosysteme bilden und eine größere Vielfalt an Akteuren umfassen. Abschließend stellt dieses Kapitel den Ecosystem Navigator vor, ein Instrument, das Entscheidungsträger durch diesen Dschungel interorganisationaler Beziehungen führt und ihnen hilft, die am besten geeignete Form der Wertschöpfungsausgestaltung auszuwählen.