Dieses Buch untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen räumlichen Ungleichheiten, politischer Unzufriedenheit und der potenziellen Rolle des Internets bei der Einbindung von Bewohnerinnen und Bewohnern politisch marginalisierter Gebiete. Am Beispiel der chilenischen Region Valparaíso bieten wir einen theoretischen und methodischen Rahmen, um den Ärger, die Frustration und das Gefühl des Verlassenseins der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen. Unsere Studie zeigt, dass Unzufriedenheit nicht ausschließlich auf Entbehrung und Armut zurückzuführen ist, sondern auch auf schlechte Beziehungen zum öffentlichen Dienst und auf anhaltende Marginalisierung, was zu Gewalt und weiterer Isolation führt. Zur Analyse dieser Phänomene nutzten wir einen Umfragedatensatz und Strukturgleichungsmodelle, wobei sowohl der territoriale Kontext als auch die zeitliche Dimension berücksichtigt wurden. Trotz ihres bedeutenden Beitrags stößt unsere Arbeit auf Einschränkungen, beispielsweise die Verallgemeinerung der Maße externer Wirksamkeit und der Querschnittscharakter unserer Daten. Zukünftige Forschung sollte diese Lücken schließen, indem spezifischere Beziehungen zu verschiedenen Verwaltungsebenen untersucht und Längsschnittdaten verwendet werden. Die Diskussion hebt die zyklische Natur von Vernachlässigung und deren Folgen in Chile hervor, wo gesellschaftliche Unruhen zur Zerstörung von Infrastrukturen in marginalisierten Gebieten führten. Die Rolle des Internets bei der Bewältigung dieser Probleme ist komplex und erfordert die Berücksichtigung digitaler Benachteiligung sowie von Herausforderungen wie Desinformation und Polarisierung. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes zur Integration marginalisierter Gemeinschaften in den politischen Prozess.

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Fazit

  • Pedro Fierro,
  • Patricio Aroca,
  • Patricio Navia

摘要

Dieses Buch untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen räumlichen Ungleichheiten, politischer Unzufriedenheit und der potenziellen Rolle des Internets bei der Einbindung von Bewohnerinnen und Bewohnern politisch marginalisierter Gebiete. Am Beispiel der chilenischen Region Valparaíso bieten wir einen theoretischen und methodischen Rahmen, um den Ärger, die Frustration und das Gefühl des Verlassenseins der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen. Unsere Studie zeigt, dass Unzufriedenheit nicht ausschließlich auf Entbehrung und Armut zurückzuführen ist, sondern auch auf schlechte Beziehungen zum öffentlichen Dienst und auf anhaltende Marginalisierung, was zu Gewalt und weiterer Isolation führt. Zur Analyse dieser Phänomene nutzten wir einen Umfragedatensatz und Strukturgleichungsmodelle, wobei sowohl der territoriale Kontext als auch die zeitliche Dimension berücksichtigt wurden. Trotz ihres bedeutenden Beitrags stößt unsere Arbeit auf Einschränkungen, beispielsweise die Verallgemeinerung der Maße externer Wirksamkeit und der Querschnittscharakter unserer Daten. Zukünftige Forschung sollte diese Lücken schließen, indem spezifischere Beziehungen zu verschiedenen Verwaltungsebenen untersucht und Längsschnittdaten verwendet werden. Die Diskussion hebt die zyklische Natur von Vernachlässigung und deren Folgen in Chile hervor, wo gesellschaftliche Unruhen zur Zerstörung von Infrastrukturen in marginalisierten Gebieten führten. Die Rolle des Internets bei der Bewältigung dieser Probleme ist komplex und erfordert die Berücksichtigung digitaler Benachteiligung sowie von Herausforderungen wie Desinformation und Polarisierung. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes zur Integration marginalisierter Gemeinschaften in den politischen Prozess.