Ergebnisse und Diskussion
摘要
In diesem Kapitel beleuchten wir die vielfältigen Dimensionen der digitalen Kluft, die Auswirkungen territorialer Dynamiken und die Entstehung politischen Unmuts. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Ungleichheiten die politische Selbstwirksamkeit im Internet nachhaltig prägen. Diese neue Einstellung bewertet, ob die digitale Welt politische Systeme zugänglicher macht, und argumentiert, dass sie eine neue Perspektive auf die demokratisierende Rolle des Internets eröffnet. Bemerkenswert ist die Bedeutung territorialer Faktoren: Diejenigen, die weiter von politischen Zentren entfernt sind, fühlen sich in öffentlichen Angelegenheiten weniger kompetent, durch das Internet stärker befähigt. Anschließend untersuchen wir die Geografie des Unmuts und konzentrieren uns auf Gefühle wie Verlassenheit, Frustration und Ressentiment. Aus der Perspektive der externen Wirksamkeit, verstanden als Wahrnehmung der Reaktionsfähigkeit des Systems, gewinnen wir Einblicke in das Empfinden von politischer Vernachlässigung, insbesondere in „Orten, die keine Rolle spielen“. Unsere empirischen Ergebnisse zeigen, dass Regionen mit einem niedrigeren Bildungsniveau der Haushaltsvorstände ein geringeres Vertrauen in die Reaktionsfähigkeit des politischen Systems aufweisen. Interessanterweise zeigen sich individuelle sozioökonomische Faktoren in einer kontraintuitiven Weise, was die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, räumlichen Ansatzes zur Untersuchung von Unzufriedenheit unterstreicht. Abschließend geben wir erste Einblicke in die Untersuchung politischer Frustration und Ressentiments. Insgesamt bietet dieses Kapitel ein differenziertes Verständnis dafür, wie digitale Kluft, territoriale Disparitäten und emotionale Politik bei politischem Verhalten zusammenwirken.