Dieses Kapitel basiert auf einer reflexiven autoethnografischen Analyse der Erfahrungen einer Schwarzen Lehrkraft an einer High School in Florida. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren unterrichtete sie überwiegend lateinamerikanische Lernende aus sozioökonomisch benachteiligten Familien in einem schulischen Umfeld, in dem Schwarze Lehrkräfte stark unterrepräsentiert waren. Im Zentrum des Beitrags steht die Praxis des „Othermothering“ – ein traditionell in afrikanischen Gemeinschaften verankerter care-basierter Zugang, bei dem Frauen Verantwortung für Kinder übernehmen, die biologisch nicht ihre eigenen sind. Diese Form der Pädagogischen Liebe manifestierte sich in wertschätzenden und unterstützenden Beziehungen gegenüber den Lernenden. Darüber hinaus analysiert das Kapitel die Bedeutung sogenannter Sister circles – kollektiver Netzwerke Schwarzer Kolleginnen, die im Kontext eines überwiegend nicht-Schwarzen Kollegiums emotionale, fachliche und kulturelle Unterstützung boten. Die Autorin macht deutlich, wie sich durch die Verbindung von Othermothering und Sister circles eine widerständige, beziehungsorientierte Pädagogik entfalten kann, die sowohl die Lernenden als auch die professionelle Identität von Lehrkräften stärkt.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Pädagogische Liebe durch Othermothering und Sister Circles: Erfahrungen einer Schwarzen Lehrerin an einer überwiegend von Latinx besuchten Schule in den USA

  • Christine Smithson

摘要

Dieses Kapitel basiert auf einer reflexiven autoethnografischen Analyse der Erfahrungen einer Schwarzen Lehrkraft an einer High School in Florida. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren unterrichtete sie überwiegend lateinamerikanische Lernende aus sozioökonomisch benachteiligten Familien in einem schulischen Umfeld, in dem Schwarze Lehrkräfte stark unterrepräsentiert waren. Im Zentrum des Beitrags steht die Praxis des „Othermothering“ – ein traditionell in afrikanischen Gemeinschaften verankerter care-basierter Zugang, bei dem Frauen Verantwortung für Kinder übernehmen, die biologisch nicht ihre eigenen sind. Diese Form der Pädagogischen Liebe manifestierte sich in wertschätzenden und unterstützenden Beziehungen gegenüber den Lernenden. Darüber hinaus analysiert das Kapitel die Bedeutung sogenannter Sister circles – kollektiver Netzwerke Schwarzer Kolleginnen, die im Kontext eines überwiegend nicht-Schwarzen Kollegiums emotionale, fachliche und kulturelle Unterstützung boten. Die Autorin macht deutlich, wie sich durch die Verbindung von Othermothering und Sister circles eine widerständige, beziehungsorientierte Pädagogik entfalten kann, die sowohl die Lernenden als auch die professionelle Identität von Lehrkräften stärkt.