Dieses Kapitel veranschaulicht, wie Prinzipien von Ubuntu das Wachstum von Lernenden sowie Veränderungsprozesse in der Erwachsenen- und Hochschulbildung – innerhalb und außerhalb des südlichen Afrikas – fördern können. Zu den zentralen Werten von Ubuntu zählen Koexistenz, Mitgefühl, Dialog, Würde, Respekt, Liebe und Solidarität. Gestützt auf einschlägige Literatur zeigt die Autorin, dass eine in Ubuntu verwurzelte Pädagogik Partizipation und Empathie stärkt – beides Faktoren, die das Zugehörigkeitsgefühl im Lernraum vertiefen. Auf der Grundlage von Liebe fördert sie Würde und Respekt, schafft Räume für kritischen Dialog, Selbstentfaltung und gemeinsames Wachstum. Die Anerkennung von Vielfalt wird als Weg zur Harmonie unter den Lernenden und zur kooperativen Wissensbildung verstanden. Zudem verbessern sich durch Mitgefühl und interdependentes Lernen die individuellen Lernprozesse und Bildungserfahrungen. Die Autorin argumentiert, dass die Ubuntu-Prinzipien – wenn sie konsequent umgesetzt und in die Praxis der Bildungseinrichtungen integriert werden – Lehrende wie Lernende dabei unterstützen können, sich von jenen akademischen und persönlichen Barrieren zu lösen, die Ausgrenzung, Unterdrückung oder Selbstbehauptung auf Kosten des Gemeinwohls rechtfertigen. Wird Ubuntu im Unterrichtsraum gelebt und verkörpert, entfaltet sich Pädagogische Liebe: ein mitfühlender, inklusiver und menschlicher Ansatz des Lehrens und Lernens. In diesem Sinne bietet die Ubuntu-Pädagogik einen Weg zur Pluriversität – zu einer vielfältigen Bildungslandschaft, die auf kognitiver wie sozialer Gerechtigkeit basiert. Das Kapitel versteht sich damit als Beitrag zur Theorie Pädagogischer LiebeLiebe und zum aktuellen Diskurs über Inklusion sowie zur Auseinandersetzung mit kolonialem Erbe in Bildungsinstitutionen.

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Ubuntu für eine Pluriversität: Inklusivität kultivieren und Kolonialität in der Hochschulbildung durch Dialog, Liebe und Respekt überwinden

  • Amy Duvenage

摘要

Dieses Kapitel veranschaulicht, wie Prinzipien von Ubuntu das Wachstum von Lernenden sowie Veränderungsprozesse in der Erwachsenen- und Hochschulbildung – innerhalb und außerhalb des südlichen Afrikas – fördern können. Zu den zentralen Werten von Ubuntu zählen Koexistenz, Mitgefühl, Dialog, Würde, Respekt, Liebe und Solidarität. Gestützt auf einschlägige Literatur zeigt die Autorin, dass eine in Ubuntu verwurzelte Pädagogik Partizipation und Empathie stärkt – beides Faktoren, die das Zugehörigkeitsgefühl im Lernraum vertiefen. Auf der Grundlage von Liebe fördert sie Würde und Respekt, schafft Räume für kritischen Dialog, Selbstentfaltung und gemeinsames Wachstum. Die Anerkennung von Vielfalt wird als Weg zur Harmonie unter den Lernenden und zur kooperativen Wissensbildung verstanden. Zudem verbessern sich durch Mitgefühl und interdependentes Lernen die individuellen Lernprozesse und Bildungserfahrungen. Die Autorin argumentiert, dass die Ubuntu-Prinzipien – wenn sie konsequent umgesetzt und in die Praxis der Bildungseinrichtungen integriert werden – Lehrende wie Lernende dabei unterstützen können, sich von jenen akademischen und persönlichen Barrieren zu lösen, die Ausgrenzung, Unterdrückung oder Selbstbehauptung auf Kosten des Gemeinwohls rechtfertigen. Wird Ubuntu im Unterrichtsraum gelebt und verkörpert, entfaltet sich Pädagogische Liebe: ein mitfühlender, inklusiver und menschlicher Ansatz des Lehrens und Lernens. In diesem Sinne bietet die Ubuntu-Pädagogik einen Weg zur Pluriversität – zu einer vielfältigen Bildungslandschaft, die auf kognitiver wie sozialer Gerechtigkeit basiert. Das Kapitel versteht sich damit als Beitrag zur Theorie Pädagogischer LiebeLiebe und zum aktuellen Diskurs über Inklusion sowie zur Auseinandersetzung mit kolonialem Erbe in Bildungsinstitutionen.