Philosophie als Zeit-zur-Ewigkeit-hin
摘要
In diesem abschließenden Kapitel kehre ich zu Theaitetos 176a–b zurück, wo Platon uns auffordert, der Erde zu entfliehen und gottähnlich zu werden. Ich bekräftige diese platonische Idee, indem ich Hesiods Mythos von Kronos aus der Theogonie aufgreife, um eine Analogie für die Philosophie als Zeit-zur-Ewigkeit-hin zu entwickeln. Gerade in Platons Philosophie ist das Lernen am engsten mit dem Tod verknüpft, da die Unvermeidlichkeit des Todes durch die Förderung des unsterblichen Teils der Seele bewältigt wird, wie im Timaios 90c dargelegt wird. Paideia kann somit als „eine Disziplin zur Überwindung des Todes“ verstanden werden, als eine Disziplin der „Erlösung und Reinigung“, in der philosophische und religiöse Ideale miteinander versöhnt werden.