Wie kann man in der neoliberalen Ära ein guter Bürger sein?
摘要
Die im vorherigen Kapitel diskutierte existenzielle und gesellige Bürgerschaft ist zweifellos mit den Merkmalen der Kindheit vereinbar – insbesondere mit ihrer sensiblen Kapazität, wie Tassin bemerkt hat. Darüber hinaus zeigen die Pädagogik von Célestin Freinet und später die institutionelle Pädagogik und nun die Übung der Debatte (für philosophische oder andere Zwecke), dass Kinder auch in der Lage sind, kollektiv zu argumentieren, Entscheidungen zu treffen, sich selbst einem Rahmen anzupassen, usw. Doch all diese Initiativen, abgesehen davon, dass sie nicht im Zentrum der Funktionsweise des heutigen Schulsystems stehen, scheinen auf eine Art gläserne Decke zu stoßen, sozusagen: die rechtliche Minderheit der Kinder (die nicht am öffentlichen Leben teilnehmen dürfen und die machtlos sind, der Kraft des Wirtschaftssystems standzuhalten). Diese Situation ist besonders heikel: Kinder sind zu Konsumenten geworden, die, obwohl sie nicht finanziell unabhängig sind, bereits von Werbung, Netzwerken und Influencern beeinflusst werden. Jeder „Wunsch“, den das Kind äußert, wird tendenziell von seiner Familie reichlich finanziert.