Kryokonservierung für Langzeit-Weltraumflüge
摘要
Techniken der Kryokonservierung haben sich in der klinischen Medizin als äußerst wertvoll erwiesen. Die Kryokonservierung von fertilisierten Eizellen, Oozyten und Spermatozoen stellt eine bedeutende Ergänzung der medizinischen Strategien zur Behandlung von Infertilität dar. Die Kryokonservierung hämatopoetischer Stammzellen aus Knochenmark, peripherem Blut oder Nabelschnurblut hat die Methodik und die Protokolle der hämatopoetischen Stammzelltransplantation bei der onkologischen Therapie grundlegend revolutioniert. Die Kryokonservierung von Zelllinien für Forschungszwecke, einschließlich Tumorzelllinien und normaler Gewebezellen individueller Patientinnen und Patienten, stellt wertvolle Ressourcen zur Optimierung der Effekte therapeutischer Chemotherapie und Strahlentherapie bereit. Dennoch sind der Kryokonservierung Grenzen gesetzt, und es wurden potenziell schädliche Effekte der zur Konservierung eingesetzten Kryoprotektiva aufgezeigt, die als „Frostschutzmittel“ dienen und nicht nur das Einfrieren, sondern auch das kontrollierte Auftauen der Zellen ermöglichen. Ein zentrales Anliegen aktueller Weltraumstrahlungsforschung ist die Frage, ob kryokonservierte Zellen durch kosmische Strahlung geschädigt werden und inwieweit solche Schäden den Zustand von Zellen, Geweben und Organen nach dem Auftauen beeinflussen könnten. Angesichts der Begrenztheit der menschlichen Lebensspanne und der Möglichkeit von Weltraummissionen, die eine mehrjährige oder gar jahrzehntelange Lebensdauer erfordern könnten, bleibt die Kryokonservierung von Astronautinnen und Astronauten ein fortlaufendes Forschungsfeld, um möglicherweise einen praktikablen Ansatz für Langzeitmissionen zu entwickeln.