Das Ziel dieses abschließenden Kapitels besteht darin, mithilfe des in diesem Buch durchgängig genutzten selektionistischen Rahmens die Auswirkungen der Prävention und Behandlung von Aggression und Gewalt zusammenzufassen. Was sind die biologischen, kulturellen und individuellen Lernmethoden, die Aggression und Gewalt verhindern und behandeln können? Wie können wir funktionierende Interventionen umsetzen? Eine explizite und direkte Intervention zur Veränderung der biologischen Evolution der Menschheit ist eine unwahrscheinliche Aussicht, da die Generationszeit beim Menschen relativ lang ist und Selektionskriterien unklar und für viele unethisch sind. Verhaltenskulturelle Interventionen, die nach Walden Two modelliert sind, sind möglich, aber es fehlen überzeugende Modelle, insbesondere in den Bereichen Aufrechterhaltung und Replikation kultureller Praktiken, obwohl wichtige Elemente von Verhaltensutopien, beispielsweise das Arbeitsgutschriftssystem, ein systematisierter Ansatz zur Verwaltung einer Gemeinschaft sowie experimentelle Kulturpraxis vielversprechende Lektionen sind, die gelernt werden können. Psychosoziale Interventionen, insbesondere kognitive Verhaltens-, Verhaltens- und andere empirisch untermauerte Behandlungen, die in Familien und Schulen umgesetzt werden, sind verallgemeinernd gesagt am vielversprechendsten.

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Zukünftige Richtungen in Forschung und Praxis bei Gewalt und Aggression: Gründe für vorsichtigen Optimismus

  • Peter Sturmey

摘要

Das Ziel dieses abschließenden Kapitels besteht darin, mithilfe des in diesem Buch durchgängig genutzten selektionistischen Rahmens die Auswirkungen der Prävention und Behandlung von Aggression und Gewalt zusammenzufassen. Was sind die biologischen, kulturellen und individuellen Lernmethoden, die Aggression und Gewalt verhindern und behandeln können? Wie können wir funktionierende Interventionen umsetzen? Eine explizite und direkte Intervention zur Veränderung der biologischen Evolution der Menschheit ist eine unwahrscheinliche Aussicht, da die Generationszeit beim Menschen relativ lang ist und Selektionskriterien unklar und für viele unethisch sind. Verhaltenskulturelle Interventionen, die nach Walden Two modelliert sind, sind möglich, aber es fehlen überzeugende Modelle, insbesondere in den Bereichen Aufrechterhaltung und Replikation kultureller Praktiken, obwohl wichtige Elemente von Verhaltensutopien, beispielsweise das Arbeitsgutschriftssystem, ein systematisierter Ansatz zur Verwaltung einer Gemeinschaft sowie experimentelle Kulturpraxis vielversprechende Lektionen sind, die gelernt werden können. Psychosoziale Interventionen, insbesondere kognitive Verhaltens-, Verhaltens- und andere empirisch untermauerte Behandlungen, die in Familien und Schulen umgesetzt werden, sind verallgemeinernd gesagt am vielversprechendsten.