Wann ist eine in silico-Darstellung ein digitaler Zwilling? Ein biopharmazeutischer Ansatz zum Konzept des digitalen Zwillings
摘要
Digitale Zwillinge (DTs) sollen die Prozessentwicklung und das Lebenszyklusmanagement wesentlich kostengünstiger und zeiteffizienter gestalten. Eine Definition von DTs, ein kurzer Rückblick auf ihre Geschichte und Erwartungen an ihren Einsatz in der heutigen Geschäftsumgebung sowie eine detaillierte finanzielle Bewertung ihrer attraktiven wirtschaftlichen Vorteile werden in diesem Kapitel bereitgestellt. Das Argument, dass restriktive Richtlinien von Regulierungsbehörden die Einführung von DTs in der (bio)pharmazeutischen Industrie behindern würden, wird erneut betrachtet, wobei festgestellt wird, dass diejenigen Unternehmen, die mit den Behörden zusammenarbeiten, um ihre technischen Fähigkeiten zu erweitern, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil erlangen werden. Die analysierten Prozessentwicklungsbeispiele zeigen hohe methodische Bereitschaftsgrade, aber eine geringe systematische Einführung der Technologie. Angesichts der technischen Möglichkeiten, finanziellen Chancen und regulatorischen Ermutigungen werden Bedenken hinsichtlich geistigen Eigentums und Datenaustauschs, obwohl sie berücksichtigt werden müssen, bestenfalls eine branchenweite Einführung von DTs verzögern. Abschließend wird erwartet, dass eine strategische Investition in DTs jetzt einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wird, der von Nachzüglern nur schwer zu überwinden sein wird.