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Vergesslich, kraftlos, atemlos: Long Covid die Pandemie in der Pandemie

  • Dagmar Rinnenburger

摘要

Diese Zeilen werden Anfang 2024 geschrieben. Ende 2019 verkündete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Cluster von Lungenentzündungen unbekannter Ursache in Wuhan, am 10.01.2020 wurde SARS-CoV-2 identifiziert, am 20.01.2020 war endlich klar, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Am 23.01.2020 begann der erste Massenlockdown in China, 60 Mio. Menschen der Provinz Hubei, davon 11 Mio. aus Wuhan, waren betroffen. Noch schauten wir ungläubig nach China, doch schon am 20.02.2020 gab es den ersten Verdachtsfall in Italien in Codogno und verschiedene Infektionsherde in der Provinz Bergamo, am 30.01.2020 die ersten offiziellen Fälle des Coronavirus in Rom, ein chinesisches Ehepaar, zum Urlaub in Rom. Der erste Fall in Deutschland wird am 27.01.2020 gemeldet, ein Angestellter von Webasto in Gauting hatte sich bei einer Kollegin angesteckt. Der erste Lockdown wurde in Deutschland erst am 16.03.2020 beschlossen und trat am 22.03.2020 in Kraft. Das erste Land Europas, das den Lockdown beschloss, war Italien, ab März waren verschiedene Beschränkungsmaßnahmen beschlossen worden, doch am 09.03.2020 wurde per Notstandsdekret ein landesweiter Lockdown verhängt. Das Gesundheitssystem in Italien war zusammengebrochen. Man versuchte, in Krankenhäusern Betten frei zu machen, und verlegte schnell zurück in die RSA (Altersheime), wo große Cluster ausbrachen und auf völlig unvorbereitetes Personal trafen. Eine Tragödie. In Italien waren die Intensivbetten nicht ausreichend. Turnhallen in Bergamo wurden in Leichenhallen verwandelt, die Beerdigungsinstitute konnten die Aufträge nicht bewältigen. Ein Militärkonvoi mit Coronatoten rollt nachts durch die Straßen von Bergamo und Europa ist im Schockzustand.