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Die Bürde, chronisch krank zu sein

  • Dagmar Rinnenburger

摘要

Es gibt eine Überraschung, wie: Ich werde aus dem Land der Gesunden rausgeschmissen: Das ist doch nicht möglich! So etwas kann passieren, wenn eine chronische Krankheit diagnostiziert wird. Die Metapher einer „neuen Identität“, die sich chronisch Kranke aneignen müssen, findet sich in einer vom Hastings Center (New York) koordinierten internationalen Studie, die einen wichtigen Hinweis darauf gibt. Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Studie „The Goals of Medicine. The Goals of Medicine. Setting New Priorities“ (1) veröffentlicht: Die größte Belastung, die chronische Krankheiten für Patienten darstellen, ist der Kampf um den Aufbau einer neuen Identität. Die Akzeptanz chronischer Krankheiten wurde von Lacroix und Assal (3) mit dem Prozess der Trauer verglichen, dessen Psychodynamik von Freud theoretisiert und von Elisabeth Kubler-Ross systematisch beschrieben wurde. (4) Der Weg zur Akzeptanz kann Monate oder Jahre dauern und umfasst die bekannten sieben Phasen der Trauer: anfänglicher Schock, Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression begleitet von Hoffnung und schließlich Akzeptanz. Diese Abfolge erfolgt nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge. Chronizität bedeutet auch, sich mit der Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Kurz gesagt, der Umgang mit Chronizität bedeutet, dass man mit der Behandlung an Grenzen stößt, sie aber auch anerkennen muss. Dies kann ein sehr schwieriger und schmerzhafter Prozess sein. Es ist einfacher, ihn in Begleitung eines Betreuers zu absolvieren, der die Reise mit ihm teilen kann.