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Schulung als Therapie: Eine Geschichte des Scheiterns?

  • Dagmar Rinnenburger

摘要

Es ist wichtig, dass chronisch kranke Patienten zum Ausdruck bringen, was die Krankheit für sie bedeutet. Der Vorteil der Selbstmanagementschulung in Gruppen besteht darin, dass verschiedene Formen der Bewältigung entstehen, die miteinander verglichen werden können, ohne dass sich der Arzt zu sehr einmischt, aber auch ohne das letztendliche Ziel des Selbstmanagements aus den Augen zu verlieren: maximales Wohlbefinden des Patienten bei minimaler notwendiger Medikation. Deshalb muss sich der Patient an die Therapie halten, die - zumindest in Europa - einfach und für fast jeden zugänglich ist. Die therapeutische Ausbildung, die darauf abzielt, das Selbstmanagement der Krankheit zu fördern, wird den Wünschen der Patienten nicht immer gerecht. Einige Patienten ziehen es vor, verwaltet zu werden, anstatt zu lernen, wie sie sich selbst verwalten können, und entscheiden sich für einen Arzt ihres Vertrauens, der ihnen sagt, was sie tun sollen. Die Schulung des Selbstmanagements ist sowohl für Ärzte (oder Krankenschwestern) als auch für Patienten zeitaufwändig. Die Patienten sehen vielleicht keinen Sinn darin, sich mit der Krankheit zu befassen. Die pädagogische Therapie scheint eine faszinierende Lösung zu sein, aber bisher wurde sie nicht ausreichend umgesetzt, es wurden keine Mittel dafür bereitgestellt, und sie beruht oft auf dem guten Willen der Ärzte. Die geringe Aufmerksamkeit, die der Chronizität gewidmet wird - die immer als das Problem eines anderen betrachtet wird - trägt nicht dazu bei, die Initiativen im Gesundheitswesen in diesem Bereich zu verstärken.