Dermatologie: Endocannabinoide und verwandte N-Acylethanolamine in der Haut
摘要
Das Endocannabinoid-System – oder das umfassendere Endocannabinoidom – spielt neuerdings eine Schlüsselrolle bei der Haut-Homöostase, seitdem es als „C(ut)annabinoid System“ bezeichnet wird. Rezeptoren, Mediatoren und regulatorische Moleküle werden von den meisten Hautzellen produziert/exprimiert. Eine Vielzahl komplexer Mechanismen wird zunehmend anerkannt und die Rolle des Endocannabinoidoms bei der Haut-Homöostase aufgeklärt. Bei den Hautzellen wird die Mastzellfunktion durch N-Acylethanolamine reguliert, von denen Palmitoylethanolamid (PEA) das am besten untersuchte Molekül ist. Der Zweck dieses Kapitels ist es, den Wissensstand zur Rolle des Endocannabinoidoms in der Hautphysiologie und -pathologie zu überprüfen, insbesondere im Hinblick auf Hunde- und Katzenarten. Dabei wird auch die Nachweisbarkeit von Mediatoren und Rezeptoren in der Haut überprüft. Die wichtigsten dermatologischen präklinischen und klinischen Daten aus Studien mit Tieren, die mit Endocannabinoiden und verwandten N-Acylethanolaminen behandelt wurden, werden ebenfalls vorgestellt, da es bisher nur wenige klinische Belege für die Verwendung von exogenen Cannabinoiden gibt. Hautallergien stellen ein vielversprechendes Ziel für die Endocannabinoid-Behandlung im Bereich der tierärztlichen Dermatologie dar.