Cannabinoide in der Onkologie und Immunantwort
摘要
Die Cannabinoidtherapie ist seit vielen Jahren wichtig für menschliche Krebspatienten, da sie die Lebensqualität (QoL) verbessern und potenziell Krebs behandeln oder lindern kann. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses Interesse auch in den Bereich der veterinärmedizinischen Onkologie überging. Es gibt zahlreiche In-vitro- und In-vivo-Studien mit verschiedenen Tierkrebsmodellen, die die krebshemmende Wirkung von Cannabinoiden bewerten. Der erste Bericht über die antiproliferativen Eigenschaften von Cannabinoiden wurde vor über 45 Jahren veröffentlicht, als Munson und Kollegen zeigten, dass oral verabreichtes Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) das Wachstum von Lungenadenokarzinomtumoren bei einem Mausmodell in vivo hemmte und die Überlebenszeit der behandelten Mäuse im Vergleich zum Kontrollversuch verbesserte (Munson et al. 1975). Obwohl bislang keine veröffentlichte klinische Studie die Auswirkungen der Cannabinoidtherapie bei Haustieren mit natürlich vorkommenden Tumoren kritisch bewertet hat, gibt es unzählige Einzelberichte. Darin wird anscheinend eine sichere Anwendung mit verbesserter QoL und messbaren Tumorreaktionen in dieser Population beschrieben, selbst wenn sie als Monotherapie und in einigen Fällen nach dem Scheitern konventioneller therapeutischer Ansätze verwendet wird. Ziel dieses Kapitels ist es, zu erläutern, wie Phytochemikalien der Cannabispflanze Nebenwirkungen lindern können, die sekundär zur Krebstherapie oder zur Krankheit selbst auftreten. Auch die postulierte krebshemmende Wirkung dieser pflanzlichen Verbindungen beim Kleintierpatienten soll diskutiert werden. Zeitgleich zur Manuskriptvorbereitung für dieses Kapitel haben sich die Autoren über mehrere laufende und bevorstehende klinische In-vivo-Studien und natürlich vorkommende Krebserkrankungen bei Haustieren informiert; es ist zu hoffen, dass zukünftig überzeugende Belege für praktische Anwendungen in der veterinärmedizinischen Onkologie geliefert werden. Viele Kliniker integrieren Cannabinoide bereits mit einem anscheinend variablen Erfolg in ihre therapeutischen Ansätze.