Testosterontherapie: injizierbare Androgene
摘要
Seit den 1930er-Jahren gibt es Testosteronpräparate zur Anwendung am Patienten, die aber nicht immer ideal waren für eine Applikation. Herkömmliche injizierbare Testosteronester wurden als Testosteronersatz verwendet, erzeugten jedoch kurz nach der Injektion zu hohe Testosteronkonzentrationen, gefolgt von einem schnellen Abfall, der in den Tagen vor der nächsten Injektion unter den Normalwerten lag. Diese Schwankungen im Plasmatestosteron wurden subjektiv als unangenehm empfunden. Seit 2004 ist Testosteronundecanoat als injizierbares Präparat mit einem erheblich besseren pharmakokinetischen Profil erhältlich. Nach 2 anfänglichen Injektionen in einem 6-Wochen-Intervall sind die dann folgenden Intervalle zwischen den Injektionen in der Regel 12 Wochen, was insgesamt 4 Injektionen pro Jahr entspricht. Die Plasmatestosteronkonzentrationen können mit diesem Präparat fast immer im Normalbereich gehalten werden, ebenso wie die entstehenden Stoffwechselprodukte Estradiol und Dihydrotestosteron. Testosteronundecanoat wirkt, wie andere Testosteronpräparate, den Folgen von Hypogonadismus auf Knochen und Muskeln entgegen und verbessert signifikant metabolische Parameter und sexuelle Funktionen, ohne zu starke Konzentrationsschwankungen. Andere Nebenwirkungen, wie Polyzythämie und pathologische Lipidprofile, wurden nicht beobachtet. Einige Studien legen einen Zusammenhang zu Komorbiditäten wie Prostatakrebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahe. Die hier teilweise widersprüchlichen Daten unterstreichen die Notwendigkeit besser kontrollierter, randomisierter Langzeitstudien. Obwohl Testosteronundecanoat eine wertvolle Alternative bei der Behandlung von einem Androgenmangel darstellt, werden weitere alternative Therapien (wie selektive Androgenrezeptormodulatoren) entwickelt, die sich in vorläufigen Studien als wettbewerbsfähige Testosteronpräparate erwiesen haben.