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Einführung

  • Alice Mara Serra

摘要

Nach der Legende über Dibutades Erfindung der Malerei stammt das Bild als Inschrift aus einem der Wand eingeschriebenen Nachvollzug des Schattens desjenigen, der weggegangen war. Das anwesende Bild entsteht aus dieser Begegnung – die sich aus einer Nichtübereinstimmung oder Abwesenheit ergibt – zwischen den Schatten, Verweisen auf etwas anderes, und den Spuren, die sich einem anderen Stoff einschreiben. Abwesenheit des vermeinten Anderen bzw. des fehlenden Gegenstands? Oder eines anderen Körpers und eines anderen Objekts, die erst beginnen hervorzutreten? Einige Autoren, die sich dem Bild als philosophischem Thema zuwenden, betrachten es als ein Quasi-Objekt, einen fragilen Vermittler zwischen den sogenannten realen Körpern und den Subjekten, die es zur Entstehung bringen oder die es als solches anblicken, wobei dieser Akt des ‚Als-Bild-Meinens‘ von manchen mit der Bild-Entstehung gleichgesetzt wird. ‚Vermittler‘ oder ‚Quasi-Körper‘, der jedoch nicht ohne, sondern mittels einer anderen Materie zutage tritt, die als Oberfläche, Träger, Medium bestimmt wird und sich vielfältig differenziert: Papier, Leinwand, Wasseroberfläche, Haut unter Farbe, Holz, Baumrinde, Bildschirm, Flecke.