Ungehörte Stimmen: Globalisierungsgeschichten aus unsichtbaren Zonen
摘要
Im gängigen neoliberalen Geschlechter- und Entwicklungsdiskurs wird oft der Zugang zu bezahlter Arbeit als eine Lösung vorgeschlagen, um Geschlechterungleichheit zu bekämpfen und das Wohlbefinden von Frauen zu verbessern. Die meisten dieser Diskussionen sind jedoch in der westlichen liberalen philosophischen Tradition verankert, die aufgeklärte Werte schätzt und großen Wert auf individuelle Akteure, rationale wissenschaftliche Perspektiven und demokratische Prozesse legt. Diese essentialistische Perspektive kann unsere Fähigkeit einschränken, die Lebenswelten von Frauen zu verstehen, deren Werte von nicht-liberalen Traditionen geprägt wurden. Das Wohlbefinden dieser Frauen durch vorgegebene analytische Kategorien zu messen, kann kontextlose, entkörperte Stimmen hervorbringen. Daher ist es wichtig zu untersuchen, inwieweit diese vorgegebenen analytischen Kategorien wie Wohlbefinden, Handlungsfähigkeit und Ermächtigung mit den Zielen und Lebensrealitäten von Frauen im globalen Süden übereinstimmen. In diesem Kapitel erforschen wir die narrativen Lebensgeschichten von Heimarbeitern, um die Bedeutung und Relevanz unsichtbarer Hausarbeit, die innerhalb des Haushalts ausgeführt wird, für das Wohlbefinden dieser Arbeiter zu verstehen. Wir verwenden A. Sen’s Caüability Approach als analytische Linse, um näher an das zu kommen, wie weibliche Heimarbeiter ihr eigenes Wohlbefinden erleben oder konstruieren. Die Multidimensionalität des Wohlbefindens ist ein roter Faden, der sich durch das gesamte Kapitel zieht.