Heimarbeiter in globalen Lieferketten: Fragen und Kontroversen
摘要
Die sich ändernden Beschäftigungsmuster in der modernen Wirtschaft haben zum beschleunigten Wachstum der Heimarbeit beigetragen, und sie ist zu einem Standardteil vieler Lieferketten im Prozess der Dezentralisierung des Produktionsprozesses im einundzwanzigsten Jahrhundert geworden. Heimarbeit ist oft gekennzeichnet durch den Mangel an sozialem Schutz und durch Armut, und sie tritt sowohl in entwickelten als auch in Entwicklungswirtschaften auf, jedoch meistens außerhalb des formellen Beschäftigungs- und Sozialschutzsystems. Hochwettbewerbsfähige globale Produktionsprozesse beinhalten oft Heimarbeiter am Ende der Lieferketten als Kostensenkungsstrategie. Die Ausbeutung von Heimarbeitern ist somit mit dem internationalen Markt und räuberischen Praktiken multinationaler Unternehmen verbunden. Die Entscheidungen der Heimarbeiter werden weitgehend durch Geschlechterrollen, Beziehungen innerhalb der Familien und durch den regionalen Kontext geformt oder eingeschränkt. Daher gewinnt der breitere soziale Kontext an Bedeutung bei der Interpretation der Persistenz der Heimarbeit. Das Hauptziel dieses Kapitels ist es, eine systematische Überprüfung der relevanten Literatur zur informellen industriellen Heimarbeit durchzuführen, um die Hauptthemen und Probleme in bestehenden Forschungsfeldern zu identifizieren.