错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Angst vor Überschwemmungen: Geselliger Rassismus in den Niederlanden

  • Helen Hintjens

摘要

Dieses Kapitel, das zusammen mit Des Gasper verfasst wurde, untersucht den niederländischen ‚geselligen Rassismus‘ und verbindet diese Art der Reaktion auf Einwanderung mit einer latenten ‚Angst vor Überschwemmungen‘ und der niederländischen Hydropolitik. Das Kapitel untersucht die Idee, dass alltägliche Formen von Rassismus bei weißen niederländischen Bürgern unbewusst mit einer allgegenwärtigen, aber nicht anerkannten ‚Angst vor Überschwemmungen‘, ausgelöst durch See- und Flussereignisse, verbunden sind. Niederländischer Rassismus wird oft als ‚banal‘ beschrieben und wurde in der Vergangenheit im Alltagsleben normalisiert. Wir verwenden den Begriff ‚gesellig‘, um die Widerstandsfähigkeit eines essenziellen Sinnes von Niederländischkeit trotz der Realitäten der Dekolonisation und Masseneinwanderung zu vermitteln. Wir betrachten Debatten über das Dezember-Ritual ‚Schwarzer Peter‘ (Zwarte Piet), analysieren politische Reden von Geert Wilders und zeigen, wie beharrlich auf weiße Unschuld in öffentlichen politischen Debatten bestanden wurde. Wilders’ expliziter antiislamischer Rassismus wird auf koloniale Vorstellungen und ungelöste Erbschaften des Empire in der niederländischen Gesellschaft zurückgeführt. Seine expliziten rassistischen und anti-islamischen politischen Diskurse haben es politischen Eliten erschwert zu leugnen, dass Rassismus in der niederländischen Gesellschaft existiert, und im Jahr 2020 hat der Premierminister zum ersten Mal öffentlich anerkannt, dass institutioneller Rassismus im Land existiert. Sein Eingeständnis folgte kurz nach einer großen Steuerbetrugsoperation, die gegen Nicht-Niederländer und Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit gerichtet war.