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Selbstvertretung von Menschen ohne Papiere: Zwischen Ertrinken und Träumen

  • Helen Hintjens

摘要

In diesem Kapitel betrachte ich einige Beispiele von undokumentierten Menschen, die sich selbst vertreten, und ziehe dabei Fälle aus Schottland und den Niederlanden heran. Diese hoffnungsvolleren Geschichten über undokumentierte Menschen, die für ihre eigenen Rechte eintreten, zeigen, was möglich ist. Obwohl das Leben ohne Status über Jahre hinweg die Aussichten für die Zukunft erodieren kann, akzeptieren abgelehnte Asylbewerber diesen Zustand des Lebens in Ungewissheit nicht passiv. Durch ihre eigenen kollektiven Bemühungen können und sie ihre eigenen Räume schaffen, um Abschreckungspolitiken der Regierung, die auf Ausschluss und Bestrafung abzielen, herauszufordern. Selbstvertretung geht über ein ‚schützendes‘ Paradigma von ‚Zufluchts‘-Bewegungen hinaus, so positiv diese auch sein können. Während sie in die Armut und Haft gedrängt werden und entweder ignoriert oder genau überwacht werden, bleiben undokumentierte Menschen hoffnungsvolle Akteure des positiven Wandels. Auf der Grundlage von Erfahrungen mit der Selbstvertretung von undokumentierten Menschen in Schottland und den Niederlanden wird in diesem Kapitel vorgeschlagen, dass Allianzen mit Bürgern, Anwälten und Kirchen von undokumentierten Menschen selbst organisiert werden müssen, um sichere, breit unterstützte und kreative Formen politischen Handelns und des Protests entstehen zu lassen.