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Lernen in der Natur über die Natur: Zwei Arten affektiver Orientierung

  • Pirkko Raudaskoski

摘要

Das Kapitel behandelt Affekt und Lernen als soziale Praktiken (Wetherell, Body and Society 21:139, 2015; Lave und Wenger, Situated Learning: Legitimate Peripheral Participation. Cambridge University Press, 1991). Empirische Evidenz für Affekt und Lernen erfordert daher das Bezeugen dieser Praktiken. Videoaufnahmen werden zunehmend verwendet, um die Teilnahme in situ zu dokumentieren. Das Kapitel berichtet über eine Studie zu einer Naturwanderung in einen Wald, die von einem Kamerateam mit einer traditionellen und zwei 360°-Kameras aufgezeichnet wurde, um die verschiedenen Arten von Lernerfahrungen der Teilnehmer zu dokumentieren. Das Ergebnis war eine nahezu vollständige Abdeckung der Gruppenwanderung, bei der sie von einem Ort zum anderen wechselten, wobei die Führer sie einluden, die Pflanzen und anderen Proben, die auf der Wanderung gefunden wurden, durch Anschauen und manchmal Anfassen zu inspizieren. Mit anderen Worten, die Teilnehmer waren in eine Lernerfahrung involviert. Die vorliegende Analyse folgt zwei Teilnehmern, die sich als in unterschiedlicher Weise praktisch orientiert in Bezug auf das Lernen herausstellten: einer mit einer sensorischen (Verkostung und Berührung) und einer mit einer eher wissenschaftlichen (Fragen stellenden) Herangehensweise. Die beiden Teilnehmertypen veranschaulichten zwei Arten von affektiver Handlungsfähigkeit in Bezug auf das Lernen in der Natur über die Natur: als ein körperlich eingebundener Teil der Natur (als sinnliche Erfahrung) und als Erlangen von mehr Wissen (Ryle, 2009) über ihre unsichtbaren Aspekte. Das Ergebnis der Studie hinterfragt die Polarisierung der Lernarten der Teilnehmer in rational/affektiv, anstatt sich auf die Bereitstellung des Phänomens als Lernumgebung zu konzentrieren.