Affektivität und Lernen am Lebensende: Expressive Kunsttherapie bei Palliativpatienten
摘要
Dieses Kapitel zielt darauf ab, das affektiv-emotionale Lernen zu untersuchen, das durch expressive Kunsttherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem chronischem Krebs erzeugt wird. Hierfür wurde eine umfassende explorative Querschnitts-Fallstudie mit qualitativer Ausrichtung durchgeführt. An der Studie nahmen zwei Patienten aus der onkologischen Abteilung eines öffentlichen Krankenhauses in Santiago de Chile teil, die durch eine absichtliche nichtprobabilistische Strategie ausgewählt wurden. Nach ihrer Teilnahme an der expressiven Kunsttherapie wurden halbstrukturierte Interviews durchgeführt. Schließlich wurden die Tonaufnahmen in Text transkribiert und durch die Grounded-Theory-Strategie analysiert (Glaser und Strauss, The discovery of grounded theory. Aldine Press, 1967). Die Ergebnisse zeigten, dass die expressive Kunsttherapie in der Gruppe die Selbstakzeptanz, positive Beziehungen, Sinn im Leben, persönliches Wachstum, die Meisterung der Umgebung und die Autonomie fördert. Es wird geschlossen, dass die Strategie der expressiven Kunsttherapie das Lernen von affektiv-emotionalen Werkzeugen ermöglicht, um das Leben und die Geschichte mit größerem psychologischem Wohlbefinden zu erfahren. Die expressive Kunsttherapie erzeugt ein selbstmitfühlendes affektives Lernen, das das psychologische Wohlbefinden von Patienten im Endstadium einer Krankheit steigert.