Das Stadio Mussolini zwischen Faschisierung und Kommerzialisierung des Fußballs (1933–1945)
摘要
Das Stadio Mussolini in Turin wurde 1933 eingeweiht und gehört zu den großen Stadien, die vom faschistischen Regime zur Umsetzung seiner Sportpolitik erbaut wurden, neben denen in Bologna, Florenz und Rom. In einem entschieden modernen Stil erbaut, kann es mindestens 55.000 Zuschauer im Hauptstadion aufnehmen, das aus einer Leichtathletikbahn besteht, die ein Fußballfeld umgibt. Aber das Stadion ist auch als „città sportiva“ konzipiert, mit einem Trainingsgelände und einer Bahn sowie einem Hallenbad. Als solche integriert es auch die städtebaulichen Veränderungen, die vom Podestà von Turin durchgeführt wurden, um den Fußabdruck des Faschismus auch in den Arbeiterperipherien in Beton zu hinterlassen. Der Bau des Stadio Mussolini begleitete auch die Faschisierung der Fußballclubs in Turin. Ab 1933 spielte Juventus seine Serie A-Spiele in diesem großen Stadion. Der Umzug hatte jedoch sowohl wirtschaftliche als auch ideologische Konsequenzen. Insgesamt zeigt die Geschichte des Stadio Mussolini nicht nur die Absichten der faschistischen Sportpolitik auf, sondern auch ihre Widersprüche und Grenzen.