Die Szene setzen: Auseinandersetzung mit den Hauptargumenten gegen die Überlebenshypothese
摘要
Dieses Kapitel wird die am häufigsten behaupteten empirischen und philosophischen Einwände vorstellen und widerlegen, die einer fairen Prüfung der Überlebenshypothese im Wege stehen: 1) Die Neurowissenschaft „beweist“, dass das Gehirn den Geist erzeugt; 2) Prinzip der Sparsamkeit – wir sollten den Geist ausschließlich auf materieller Basis erklären; 3) es gibt keinen Mechanismus, wie der Geist das Gehirn beeinflussen würde; 4) die Wissenschaft hat den Physikalismus bewiesen und Überleben impliziert Supernaturalismus; und 5) Überleben impliziert kartesischen Dualismus, der von gebildeten Menschen abgelehnt wird. Diese Einwände basieren in der Regel auf fehlgeleiteten metaphysischen und philosophischen Annahmen und sind oft mit einer vorherigen ideologischen Verpflichtung zum Physikalismus verbunden. Es gibt kein stichhaltiges Argument oder empirische Beweise, die uns zu einer a priori Ablehnung des Überlebens als erklärende Hypothese für die anomalen und spirituellen Erfahrungen zwingen würden, die wir in diesem Buch diskutieren. In Anbetracht dessen sollte die Überlebenshypothese durch eine rigorose, aber aufgeschlossene und faire Untersuchung berücksichtigt werden. Die Ablehnung, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wäre dogmatisch und somit anti-wissenschaftlich.