Begnadete Körper, Mega-Ausstellungen und verpasste Gelegenheiten: Vierzig Jahre chinesisch-deutsche Kulturprojekte und Diplomatie – Ein Gespräch mit Chen Ping
摘要
Über auswärtige Kulturpolitik und Projekte im chinesisch-deutschen Kontext zu schreiben, ist keine leichte Aufgabe: Literatur über interkulturelle Projekte konzentriert sich meist auf ein bestimmtes Genre; Studien über auswärtige Kulturpolitik oder Kulturdiplomatie sind äußerst begrenzt, insbesondere wenn es um die jüngste Ära geht. Was folgt, ist ein Gespräch mit Chen Ping, Kulturrat an der chinesischen Botschaft in Wien, der viele Jahre an den chinesischen Botschaften in der Schweiz, Deutschland und Österreich gearbeitet hat. Er hat Veranstaltungen wie die Kulturjahre Chinas in Deutschland und Italien, das Europalia China Festival in Belgien, das China-Fest in Berlin und viele andere Veranstaltungen organisiert und mitkuratiert. Anhand von Beispielen aus den Bereichen der bildenden Künste, des Theaters (einschließlich Akrobatik) und der Musik skizziert das Gespräch die großen Veränderungen in der chinesischen auswärtigen Kulturpolitik seit den späten 1970er Jahren und ihre Verbindungen mit interkulturellen Projekten.