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Empirische Studie: Psychopathie, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit, interagierende Phänotypen und elterliche Effekte

  • Janko Međedović

摘要

In diesem Kapitel präsentiere ich die empirischen Daten, die verwendet wurden, um zu veranschaulichen, wie wir Psychopathie in einem verhaltensökologischen Kontext empirisch erforschen können. Das Ziel der Studie war es, die Zusammenhänge zwischen Psychopathiemerkmalen bei Elternpaaren und dem Trade-off zwischen Fruchtbarkeit und Langlebigkeit, dem Trade-off zwischen Quantität und Qualität, zu untersuchen, um interaktive Phänotypen bei Psychopathie und elterliche Auswirkungen im Zusammenhang mit Psychopathie zu erforschen. Ich habe Psychopathie anhand der Bewertungsmaßnahmen gemessen, die die Teilnehmer für ihre Eltern angegeben haben; die Teilnehmer lieferten zusätzliche Daten zu ihrer eigenen Lebensgeschichte und zu ihrer reproduktiven Motivation. Die Ergebnisse zeigten Indizes des Kompromisses zwischen Quantität und Qualität, und diese Effekte waren besonders bei Männern ausgeprägt. Ein Trade-off zwischen Fruchtbarkeit und Langlebigkeit wurde jedoch nicht festgestellt, ganz im Gegenteil, die gleichen Psychopathiemerkmale, die mit Anzeichen für eine erhöhte Fruchtbarkeit assoziiert waren, zeigten auch Zusammenhänge mit einer erhöhten Langlebigkeit. Interaktive Phänotypen bei Psychopathie wurden ermittelt: Die Psychopathie des Vaters sagte die Fruchtbarkeit der Mutter voraus und umgekehrt. Interaktionen, die sowohl assortative als auch disassortative Paarung bei Psychopathie in der Vorhersage der mütterlichen Fitness widerspiegeln, wurden erfasst. Psychopathische elterliche Auswirkungen zeigten sich in den Zusammenhängen zwischen elterlicher Psychopathie, mangelnder Neigung, potenziellen oder bestehenden Enkelkindern Hilfe zu leisten, und Manipulation in Bezug auf die Paarbildung der Nachkommen. Diese Effekte waren jedoch etwas inkonsistent, während andererseits die elterliche Psychopathie direkte Verbindungen mit reproduktionsbezogenen Ergebnissen bei den Nachkommen hatte. Ich liefere eine Interpretation der erhaltenen Ergebnisse unter Verwendung der evolutionären Persönlichkeitsökologie und der Familienökologie als konzeptionelle Rahmenbedingung.