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Geschichten der Befreiung und die Idee der kreativen Praxis: Karl Marx und John Dewey

  • Ulf Schulenberg

摘要

Karl Marx’ Geschichte der Emanzipation ist gut bekannt; sie konzentriert sich auf die Emanzipation der Arbeiterklasse, die Proletarier, die endlich ihre Ketten abwerfen. In diesem Buch spielt der Rorty’sche Begriff der „erlösenden Wahrheit“ eine entscheidende Rolle, das heißt die Idee eines einzigen Glaubenssatzes in Kombination mit dem Versuch, alles in einen einzigen Kontext zu passen. Im Falle des Marxismus ist dies natürlich der Kontext des Klassenkampfes. In diesem Kapitel jedoch erzählt Schulenberg die marxistische Geschichte der Emanzipation aus einer anderen Perspektive. Anstatt sich auf den Klassenkampf zu konzentrieren, könnte man sich auf Marx’ Verständnis von sinnlicher praktischer Tätigkeit und kreativer Praxis (oder den Prozess der ästhetischen Emanzipation des Subjekts) konzentrieren. Daher vergleicht Schulenberg Marx’ Idee der „praktischen, menschlich-sinnlichen Tätigkeit“ und kreativen Praxis mit der von John Dewey, wie er sie in Kunst als Erfahrung (1934) entwickelt. Für beide Philosophen ist die kreative Praxis des menschlichen Subjekts von größter Bedeutung. Es ist diese Parallele, die zum Verständnis der Beziehung zwischen Marxismus und Pragmatismus beiträgt.