Vom Finden zum Machen: Jacques Rancière, Richard Rorty und die antifundamentalistische Geschichte des Fortschritts
摘要
Jacques Rancière spielt eine entscheidende Rolle hinsichtlich des Versuchs, die Idee einer antifundamentalistischen Fortschrittsgeschichte sowie den Begriff einer postmetaphysischen Kultur attraktiv erscheinen zu lassen. In La Leçon d’Althusser (1973) und Le Philosophe et ses pauvres (1983) bringt er eine Kritik an der traditionellen (platonischen) Philosophie und am strukturalistischen Marxismus von Louis Althusser vor, die als wichtiger Teil der antifundamentalistischen Fortschrittsgeschichte betrachtet werden sollte. Er verbindet Antifundamentalismus, Antiessentialismus und Antirepräsentationalismus auf anregende Weise. In diesem Kapitel diskutiert Schulenberg Rancières Version der topographischen und horizontalen Kritik. Der erste Teil analysiert seine Kritik am Platonismus und an Althusser, während der zweite Teil Affinitäten zwischen Richard Rortys Szenario einer poetisierten Kultur und dem ästhetischen Regime der Kunst nach Rancière hervorhebt. Darüber hinaus weist Schulenberg auf einige wichtige Unterschiede zwischen Rortys und Rancières Versionen des Anti-Platonismus hin.