Marxismus, Pragmatismus und Erzählung
摘要
In diesem Kapitel entwickelt Schulenberg die Idee, dass eine Diskussion über die Dialektik von Erzählung und Totalität nicht nur für das Verständnis des Verhältnisses zwischen Marxismus und Pragmatismus entscheidend ist; sie hilft auch, die Implikationen des Begriffs einer postmetaphysischen oder poetisierten Kultur vollständig zu erfassen. Im ersten Teil diskutiert Schulenberg Georg Lukács’ Vorstellung von Erzählung sowie Fredric Jamesons Interpretation dieser lukácsianischen Vorstellung. Danach vergleicht Schulenberg dieses marxistische Verständnis der Funktion der Erzählung mit Richard Rortys Idee einer sentimentalen Bildung und Erziehung. Im zweiten Teil analysiert Schulenberg, warum der Begriff der Totalität so zentral für die theoretischen Rahmen von Lukács und Jameson ist und wie Erzählung und Totalität in ihren Texten verknüpft sind. Schließlich diskutiert er kurz John Deweys Kritik am Marxismus und konzentriert sich auf Rortys nominalistische Kritik an der Idee einer kohärenten dramatischen Erzählung.