„Heute Morgen las ich wie Engel lesen“: Selbstschöpfung, Ästhetik und die Krise der schwarzen Politik in W.E.B. Du Bois’ Dark Princess
摘要
In diesem Kapitel diskutiert Schulenberg den zweiten Roman von W.E.B., Du Bois Dark Princess: A Romance (1928). Während seiner langen Karriere war eines der Hauptanliegen dieses afroamerikanischen Gelehrten, Aktivisten und Künstlers, das Ästhetische zu politisieren oder das Ästhetische als politische Praxis zu befürworten. Es wird jedoch argumentiert, dass Dark Princess von einer zu starren Trennung zwischen Privatem und Öffentlichem beherrscht wird und dass letztere den Autor daran hindert, die Idee einer innovativen und progressiven linken Politik in seinem Roman zu verwirklichen. Das bedeutet auch, dass der Roman die Entwicklung vom Finden zum Machen nicht vollständig erforscht und dass sein Autor ein eher traditionelles Verständnis von ästhetischer Form anwendet. In seinem Roman führt Du Bois die Idee eines linken Kosmopolitismus als wirksames Mittel zur Bewältigung der Krise der schwarzen linken Politik ein, aber sein Text beantwortet eine Frage von größter Wichtigkeit nicht: Wo ist der Platz der Dichter in diesem linken Kosmopolitismus, dieser transnationalen radikalen Politik oder dieser Afro-Asiatischen Internationale?