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Georg Lukács wiederbeleben: Form, Metaphysik und die Idee eines neuen Realismus

  • Ulf Schulenberg

摘要

Selbst wenn die Texte von Georg Lukács von einer erlösenden Vorstellung von Form bestimmt sind und selbst wenn seine Kritik an der modernistischen Hypostasierung der Form aus heutiger Sicht fehlgeleitet und ideologisch erscheint, ist es dennoch möglich, seine Erkenntnisse zu nutzen, um das zu theoretisieren, was Fredric Jameson als „einen neuen Realismus“ bezeichnet hat. Im Mittelpunkt der Diskussion von Schulenberg über Lukács’ Werk in diesem Kapitel steht daher die folgende Frage: Wie kann man einen metaphysischen Denker oder materialistischen Metaphysiker in postmetaphysischen Zeiten wiederbeleben? Obwohl Schulenbergs Lesart von Lukács zumindest teilweise von zeitgenössischen Kritiken des Repräsentationalismus und des Fundamentalismus beeinflusst ist, argumentiert er gleichzeitig, dass das erneute Lesen dieses marxistischen Philosophen im einundzwanzigsten Jahrhundert uns dazu drängt, jene Konzepte und Kategorien neu zu theoretisieren, von denen wir dachten, dass wir sie nicht mehr benötigen würden: Form, Totalität und Repräsentation (oder Kartierung). Daher kann Lukács’ Werk uns dazu anregen, die moderne antifundamentalistische Fortschrittsgeschichte neu zu denken.