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Philosophische Probleme

  • James H. Lake

摘要

Dieses Kapitel untersucht philosophische Fragen im Zusammenhang mit der Medizin im Allgemeinen, mit einem Schwerpunkt auf integrativer Medizin und psychischer Gesundheitsversorgung. Die Diskussion beginnt mit einem kurzen Überblick über die unterschiedlichen philosophischen Ursprünge der westlichen Medizin und nichtwestlichen Medizinsysteme und die Bedeutung der daraus resultierenden philosophischen „Lücke“. Westliche Medizin und nichtwestliche Medizinsysteme basieren auf unterschiedlichen metaphysischen Annahmen über die Natur der Realität, Kausalität und Zeit. Unter Wissenschaftlern besteht kein Konsens darüber, dass eine einzige Theorie vollständigere Erklärungen für die phänomenale Realität liefert als jede andere Theorie. Die meisten psychologischen Modelle basieren auf dualistischen Annahmen über ein physisches Gehirn und einen nichtphysischen Geist. Die biomedizinische Psychiatrie vermeidet philosophische Probleme, die im Dualismus inhärent sind, indem sie behauptet, dass alle geistigen Funktionen auf einzelne neurobiologische Prozesse reduzierbar sind. Die Rolle der Kausalität in der Medizin wird untersucht. Die zugrunde liegenden Ursachen von selbstberichteten kognitiven, affektiven oder verhaltensbezogenen Symptomen werden selten identifiziert, weil die vorhandenen Technologien nicht in der Lage sind, viele postulierte Ursachen zu charakterisieren oder zu bestätigen oder ihre kausalen Beziehungen zu Symptomen oder Störungen zu verifizieren. Verschiedene Konzepte von Beweisen werden diskutiert und ungelöste philosophische Probleme in der psychiatrischen Klassifikation und Diagnose werden kurz überprüft. Verschiedene Medizinsysteme konzeptualisieren Beweise auf unterschiedliche Weise, die unterschiedliche Annahmen über die Natur der phänomenalen Realität widerspiegeln. Der Nachweis, dass eine bestimmte Behandlung zu einem günstigen Ergebnis führt, hängt mit den Annahmen über die Kausalität zusammen, die in dem Medizinsystem verankert sind, in dem die Behandlung angewendet wird. Das Problem der Ableitung einer Typologie von Behandlungsansätzen zur Behandlung von kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Symptomen wird diskutiert. Das Diagnostische und Statistische Handbuch (DSM) repräsentiert die Bemühungen von Forschungspsychiatern, eine theorieneutrale Art der Klassifizierung von Symptomen in einzelne Störungen auf der Grundlage eines Expertenkonsenses über Beschreibungen von Symptommustern zu entwickeln.