Deterritorialisierung der Scham in Japan angesichts der Vierten Industriellen Revolution (4IR)
摘要
Der technologische Fortschritt in Japan hat zu einer Vielzahl neuer Schamerfahrungen geführt (z. B. Cybermobbing). Die traditionellen Konzepte von Scham in der japanischen Kultur haben sich im Laufe der Jahre gewandelt, wobei dieser Wandel nicht einfach auf „historische Umstände“ und „technologischen Fortschritt“ zurückgeführt werden kann. Dieses Kapitel untersucht zwei Schlüsselkonzepte in Bezug auf die Bedeutung von Scham in der japanischen Kultur: erstens das deleuzianische und guattarische Konzept der Deterritorialisierung von Scham und zweitens die Bedeutung von Scham in Bezug auf Kultur, Geschichte und die Verbindung von Mensch und Technik. Im Hinblick auf die praktische Anwendung der Deterritorialisierung werden einige therapeutische Ansätze für die Arbeit mit japanischen Männern beschrieben, die ihre Partnerinnen und Kinder misshandeln. Abschließend werden die wissenschaftlichen und klinischen Implikationen einiger der neuen Schamerfahrungen erörtert.