Scham: Ihre Bedeutung für Malai*innen in Indonesien und ihre Relevanz für kontraproduktives Arbeitsverhalten im Kontext der Vierten Industriellen Revolution
摘要
Scham nimmt bei den Malai*innen einen besonderen Platz ein und wird daher von frühester Kindheit an erlernt. Ausgehend von den Antworten von 69,49 % der 118 in Pekanbaru, Provinz Riau, Indonesien, arbeitenden Malai*innen, die malu als Scham empfinden, lässt sich schließen, dass Scham ein Gefühl ist, bei dem sich eine Person wegen Fehlern oder Verstößen gegen Regeln, religiöse Werte und soziale Normen unwohl, entmutigt und schuldig fühlt. Scham besteht bei Malai*innen aus zwei Dimensionen: gefühlte Scham (die Gefühle einer Person während oder nach einem Verstoß) und antizipatorische Scham (das Schamgefühl, ein Fehlverhalten zu begehen, wenn eine Person mit einer Situation konfrontiert wird, die Scham auslösen kann). Menschen, die zu Schamgefühlen neigen, sind in der Regel anfälliger für diese Gefühle. Schamgefühle werden bei malaiischen Arbeitnehmer*innen in Pekanbaru im Zusammenhang mit der Arbeit als sehr wichtig angesehen. Daher wird erwartet, dass sich die Arbeitnehmer*innen schämen, Dinge zu tun, die nicht mit den Regeln, religiösen Werten und sozialen Normen übereinstimmen. Die Zunahme kontraproduktiven Arbeitsverhaltens bei einigen Malai*innen wird mit der Erosion des Schamgefühls als Folge der unvermeidlichen Globalisierung und des technischen Fortschritts in Verbindung gebracht. Mehr als 90 % der 106 Befragten gaben an, dass die Technologie die Schamempfindlichkeit beeinflusst. Zu den negativen Auswirkungen der Verschiebung des Schamgefühls bei den Malai*innen in der Vierten Industriellen Revolution (4IR) gehören eine grenzüberschreitende Offenheit, eine verringerte Sensibilität gegenüber der Umwelt und die Schwierigkeit, fremde Kulturen, die unangemessen sind, herauszufiltern. Ein genauerer Blick auf einige der negativen Auswirkungen zeigt das Problem des kontraproduktiven Arbeitsverhaltens.