Der Terror des Verurteiltwerdens: Öffentliche Beschämung als politische Ressource und strategisches Instrument
摘要
Im Kontext der Vierten Industriellen Revolution wächst das Bewusstsein für öffentliche Beschämung als Ressource für Empowerment und Selbstwirksamkeit, aber auch als strategisches Instrument gegen Diskriminierung oder als Waffe in politischen Konflikten. Scham als politisches Instrument ist besonders dann relevant, wenn keine formale Bestrafung vorgesehen oder möglich ist. Vor allem auf der internationalen politischen Ebene gibt es oft kaum Möglichkeiten für formelle Strafen oder sie werden nicht angewandt. Dieses Kapitel greift Debatten auf, die zeigen, dass Beschämung im Sinne demokratischer Partizipation legitim sein kann, zum Beispiel durch öffentliche digitale Kampagnen. In diesem Kapitel wird erörtert, unter welchen Bedingungen öffentliche Beschämung als akzeptabel angesehen werden kann, welche Normen berücksichtigt werden und welche Grenzen für öffentliche Beschämung gelten sollten. Es wird eine Fallstudie aus dem wirtschaftlichen Kontext vorgestellt. Diese wird analysiert und interpretiert, und es werden Schlussfolgerungen für den künftigen Forschungsbedarf beschrieben.