Chirurgische Anatomie des Parietal- und Okzipitallappens
摘要
Der Scheitellappen und der Hinterhauptlappen machen etwa ein Drittel der Hemisphärenoberfläche aus und befinden sich unter den Scheitel- und Hinterhauptknochen. Dieses Kapitel diskutiert drei Oberflächen: die laterale, mediale oder interhemisphärische und Sylvische Oberfläche des Scheitellappens und die mediale und laterale Oberfläche des Hinterhauptlappens. Auf der lateralen Seite grenzt der Scheitellappen anterior an den Frontallappen, inferior an den Temporallappen und posterior an den Hinterhauptlappen. Die laterale Oberfläche umfasst den postzentralen Gyrus und den oberen und unteren Scheitellappen. Auf der medialen Oberfläche wird es durch den Praecuneus, den hinteren Teil des Zingulum und den hinteren Lobulus paracentralis gebildet. Die Sylvische Oberfläche umfasst den unteren Teil des postzentralen und supramarginalen Gyrus. Der Hinterhauptlappen hat den Sulcus calcarinus auf der medialen Oberfläche, der ein konstanter Sulcus und ein wichtiger Orientierungspunkt der medialen Oberfläche und für Zugänge zur Pinealregion ist. Die komplexe kortikale Organisation des Scheitellappens umfasst die somatosensorischen Bereiche, visuelle und auditive Assoziationskortizes und Projektionen zu den prämotorischen und präfrontalen Kortizes und zu den parahippocampalen und entorhinalen Regionen, unter anderem, die später beschrieben werden. Diese Bereiche sind funktionell verantwortlich für räumliche Kognition, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Kontrolle von Augenbewegungen und von Greif- und Reichbewegungen mit den oberen Extremitäten, Gedächtnisverarbeitung, sensorische Wahrnehmung und Integration sowie Sprachverarbeitung, während der Hinterhauptlappen funktionell für das Sehen verantwortlich ist. Seine Bedeutung liegt in seinen vielfältigen Verbindungen, die eine grundlegende Rolle bei der Ermöglichung der zuvor beschriebenen kognitiven Funktionen spielen. Daher ist das Verständnis seiner anatomischen Beziehungen und Funktionen für die Planung der chirurgischen Behandlung von Scheitellappenläsionen unerlässlich. Dieses Kapitel beschreibt die anatomischen Beziehungen der Oberflächen des Scheitellappens und des Hinterhauptlappens anhand der Diskussion relevanter klinischer Fälle.